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Der wohl billigste Tanzmattenmod

29.07.2006 00:31

Man kennt das Problem. Billige DDR-Tanzmatten für wenige Euro neigen dazu, sich unter den Füßen fortgeschrittenerer Spieler ehrfürchtig zusammenzufalten, was alsbald auch auf den Stirnen des Tänzer Runzeln hervorruft. Was liegt also näher, die dünnen Folien drastisch zu verstärken?

Zuerst muß die Matte in ihre Einzelteile zerlegt werden. Dazu muß das Gehäuse aufgeschraubt, und die Naht, die, die einzelnen Folien zusammenhält, aufgetrennt werden.

Was sich bei den dünnen Folien als Lösung anbietet, ist zB ein elastischer Bodenbelag, der sich in der benötigten Größe von etwa 85 × 95 cm kostengünstig beschaffen läßt. Das hier verwendete Modell ist vermutlich ein Verschnittstück aus den Siebzigerjahren des vorherigen Jahrhunderts, und bekommt hiermit endlich einen sinnvollen Verwendungszweck.

Damit das zeitlose Muster der Matte nicht zu sehr irritiert, wird die Folie mit den gewohnten Pfeilen auf die Rückseite des Bodenbelags geklebt.

Als Klebstoff wird hier Kontaktkleber verwendet, der beidseitig mit einer Spachtel dünn aufgetragen wird. Nachdem die bestrichenen Stellen trocken sind, werden Folie und Belag verpreßt. Dabei ist unbedingt darauf zu achten, daß die Folie beim ersten Anpressen flächig auf dem Untergrund aufliegt, sonst entstehen wieder Falten und Knitterspuren, die man ja eigentlich beseitigt haben wollte,

Des überstehenden Randes kann man sich mit einem Teppichmesser oder einer anderen geeigneten Waffe entledigen.

Wie man sieht, ist das Ergebnis der Mühen, eine deutlich steifere Folie, die zumindest fortgeschrittene Tanzbewegungen mühelos wegstecken sollte.

[Update vom 16. August]

Doch damit ist das Problem der rutschenden Unterseite noch nicht beseitigt. Doch auch hier gibt es eine Lösung aus dem lokalen Baumarkt, wie etwa gummierten Kunststoffrasen, billige Meterware, die aber sehr rutschfest und gleichzeitig auch geräuschdämmend ist.

Dieser muß nur noch mit geeignetem Werkzeug, wie einer ausreichend großen Nadel, mit der verstärkten Oberseite vernäht werden.

Der noch überstehende Rand kann dann abgeschnitten werden.

[Fortsetzung folgt]

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