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Abenteuer Tele2

25.08.2006 23:06

Nachdem tele.ring Twist, die Prepaid-Karte für das wohl schlechteste GSM-Netz Österreichs, zumindest in meiner Wohnung mitten in Wien nicht mal zum Telefonieren taugte, war ich auf der Suche nach einem Ersatz.

Dabei fiel meine Wahl auf den Prepaid-Tarif des in Österreich recht kleinen Anbieter Tele2. Das Image des schedischen Telekomunternehmens war in Österreich dank seiner Vertriebsmethoden schon etwas ramponiert, aber für mein Telefonieverhalten mit sehr wenigen aktiven Gesprächsminuten, dafür aber mit ständigen kleinen Datenmengen über GPRS, war der Prepaid-Tarif verglichen mit anderen Mobilfunkherstellern doch zu verlockend. Die Rufnummernmitnahme von tele.ring war allerdings nicht möglich.

Die Aufladung erfolgt bei Tele2 statt über die sonst üblichen Rubbelkarten per Bankeinzug und eine PIN. Absolute Wenigtelefonierer dürfte es freuen, daß die Mindestaufladung nur 10 Euro pro Jahr beträgt. Zusätzlich werden eingehende Anrufe mit einigen Cent als Bonus gutgeschrieben.

Bei Bestellung über die Tele2-Hotline bekam ich zur SIM-Karte gleich ein Sony Ericsson T290i dazugeschenkt. Anders als bei den meisten anderen Verträgen darf man »geschenkt« hier wirklich noch wörtlich nehmen. Das Prepaid-Angebot kennt keine Grundgebühr, keinen Mindestumsatz, und hat auch keine Bindefrist. Nur mit dem unvermeidlichen SIM-Lock am Telefon muß man leben können.

Da ich mit meinem Siemens S65 bislang zufrieden war, und das mitgelieferte Telefon daher nicht gebraucht habe, mußte ich an meinem Siemens die netzspezifischen Einstellungen konfigurieren. Das solle über das Portal Tele2 Go Live! ganz einfach per SMS gehen, doch ändern die versandten Kurznachrichten leider wenig an den WAP- und MMS-Einstellungen des S65. Eine manuelle Konfiguration durch den Kunden ist offenbar auch nicht vorgesehen, denn die Website verliert kein Wort über APNs oder Gateways. Der APN internet.tele2.at ist zwar nicht schwer zu erraten, aber so viel Unterstützung sollte einem Kunden schon zugestanden werden.

Einmal eingerichtet, funktioniert die Internetverbindung allerdings recht passabel. Meistens jedenfalls. Zumindest habe ich einen mehrtägigen Ausfall in Erinnerung.

Eher erfreulich war die Tatsache, daß die Mailbox gar nicht erst aktiviert werden konnte. Das ersparte mir wenigstens das Abstellen des meiner Meinung nach absolut unnötigen Dienstes.

Roaming ist angeblich auch möglich. Nur hatte mir niemand gesagt, daß man zur Aktivierung das Telefon neu starten, und der PIN eine 1 voranstellen muß.

SMS funktionierte auch. Zumindest ein paar Monate lang. Aus unerfindlichen Gründen ging der SMS-Versand nach einigen Monaten nicht mehr. Auch andere Endgeräte brachten keine Lösung des Problems.

Da ich aber auf SMS nicht gänzlich verzichten konnte, und der Trafficbedarf meiner Internetanwendungen ohnehin stetig gestiegen ist, habe ich mich doch entschlossen, dem Abenteuer ein Ende zu bereiten, und samt Rufnummer zu one zu wechseln. Immerhin das klappte problemlos, und war mit 8 Euro für die Portierung, sowie 4 Euro für die NÜV sogar deutlich billiger als von der Regulierungsbehörde vorgeschrieben. Immerhin wirbt noch meine Vorwahl 0688 für diesen Mobilfunkprovider für Unerschrockene.

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