26.04.2007 18:09
Im Rahmen von EuroTAP (European Tunnel Assessment Programme) sind auch in diesem Jahr wieder europäische Autobahntunnels auf ihre Sicherheit getestet worden. Nahezu unvermeidlich ist aber auch die begleitende Panikmache, welche die Ergebnisse begleitet.
Der ÖAMTC tut sich dabei durch eine besonders reißerische Interpretation hervor und bezeichnet die einröhrigen Autobahntunnel in Österreich als »tickende Zeitbomben« und als »lebensgefährlich«, und fordert daher den raschen Bau zusätzlicher Tunnelröhren.
Doch schon alleine die Methodik von EuroTAP selbst spricht gegen die Argumente des ÖAMTC-Sprechers. So geht in der mit 14 Prozent gewichteten Bewertung des Tunnelsystems die Frage der Tunnelröhren mit nur 7 von 40 möglichen Risikopunkten ein. Dieser Aspekt macht also gerade mal 3 Prozent des Gesamtergebnisses aus. Auch das Resultat spricht eine klare Sprache: Dem Tunnelsystem des Dalaaser Tunnels wird trotz seiner Einröhrigkeit nur ein »niedriges Risiko« bescheinigt.
Doch selbst diese 3 Prozent sind zumindest fragwürdig, denn die bisher gewonnenen Erkenntnisse zeigen, daß Tunnels trotz verschiedener Röhrenanzahl keine signifikanten Unterschiede bei den Unfallraten zeigen. Und vor allem gilt trotz aller Panikmache immer noch, daß man auf Tunnelstrecken noch am sichersten fährt.
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