28.12.2006 23:47
Seit Fahrplanwechsel gilt bei den ÖBB eine neue Preistabelle, welche die Fahrpreise um durchschnittlich 1,7 Prozent verteuert. Nur auf sehr kurzen Strecken weicht die Tariferhöhung auffällig von Schnitt ab, was durch die auf zehn Cent gerundeten Preise bedingt ist.
Was vielen übrigens nicht bekannt ist: Seit längerem gibt es in der Kilometertabelle der ÖBB Preissprünge, die insbesondere bei 180 km und 300 km auffällig sind. Diese wurden vermutlich eingerichtet, um einerseits die Einnahmen auf beliebten Strecken wie Wien – Salzburg zu steigern, andererseits der Presse gegenüber aber eine geringe durchschnittliche Preiserhöhung präsentieren zu können. Diese Maßnahme hat bei 300 Kilometern inzwischen absurde Züge angenommen, so folgt etwa auf einen 6,40 € großen Sprung ein winziger von nur 0,10 €.
| Tarif-km | Apr 2006 | Dez 2006 |
|---|---|---|
| 260 — 280 km | 34,50 € | 35,00 € |
| 280 — 300 km | 36,40 € | 37,00 € |
| 300 — 320 km | 42,80 € | 43,40 € |
| 320 — 340 km | 42,90 € | 43,50 € |
Es kann also unter Umständen günstiger sein, zwei Tickets zu stückeln, da dieTeilstrecken einzeln weniger kosten als ein durchgehender Fahrschein.
Die Befürchtung, daß sich die Sprünge noch weiter vergrößern könnten, hat sich allerdings nicht bestätigt. Tatsächlich sind die Sprünge bei 300 km und 740 km sogar wieder etwas kleiner geworden. Immerhin.
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